Roher Keksteig kann auch ohne Ei ein Infektionsrisiko darstellen, denn Mehl ist ein landwirtschaftliches Rohprodukt und wird üblicherweise nicht vor dem Verkauf keimfrei erhitzt. Krankheitserreger können deshalb erst beim Backen zuverlässig reduziert werden.
Warum trockenes Mehl täuscht
Mehl wirkt sauber und lange haltbar. Trockene Bedingungen verhindern jedoch nicht, dass bestimmte Keime überleben. Sobald Wasser und weitere Zutaten hinzukommen, entsteht ein anderes Milieu – und der Teig wird oft direkt mit Händen, Schüsseln und Flächen verteilt.
Ei ist nur ein Teil der Geschichte
Der bekannte Salmonellenhinweis lenkt die Aufmerksamkeit auf Eier. Untersuchungen und Ausbrüche zeigen aber, dass auch Mehl eine Quelle sein kann. „Ohne Ei“ und „vegan“ beschreiben Zutaten, nicht die mikrobiologische Sicherheit.
Was sicherer ist
Teig vollständig backen, nach Mehlkontakt Hände waschen und verschüttetes Mehl nicht trocken im Raum aufwirbeln. Speziell als essbar gekennzeichnete Produkte müssen nach Herstellerangaben behandelt sein; die Kennzeichnung genau lesen.
Der unsichtbare Rohstoff
Das Risiko ist für viele gesunde Menschen nicht ständig hoch, kann für kleine Kinder oder immungeschwächte Personen aber ernster sein. Die Überraschung steckt nicht im Ei: Auch ein scheinbar harmloses weißes Pulver kann roh ein Lebensmittel mit Vorgeschichte sein.