Das dunkle Fenster sieht nach Tarnkappe aus. Tatsächlich löst der Inkognito-Modus ein engeres Problem: Er speichert nach dem Schließen typischerweise keinen normalen Verlauf, keine neuen Cookies und keine Formulardaten im üblichen Profil. Die Verbindung zum Internet wird dadurch nicht anonym.
Was auf dem Gerät verschwindet
Sitzungsdaten werden getrennt gehalten und beim Schließen aller privaten Fenster weitgehend verworfen. Downloads und gespeicherte Lesezeichen bleiben jedoch bestehen. Schadsoftware oder Überwachungsprogramme auf dem Gerät werden nicht ausgeschaltet.
Was das Netzwerk weiterhin sieht
Anfragen laufen über denselben Router und Internetzugang. IP-Adresse und Zielverbindungen können für Netzwerkbetreiber sichtbar sein. In Schule oder Betrieb gelten Protokollierung und Richtlinien weiter. Inkognito verschlüsselt keine Verbindung zusätzlich; dafür ist HTTPS zuständig.
Anmeldung hebt die praktische Trennung auf
Wer sich bei einem Dienst anmeldet, teilt ihm die eigene Identität mit. Webseiten können außerdem Fingerprinting und andere Merkmale nutzen. Private Fenster verhindern manche Cookie-Verknüpfung, aber nicht jede Wiedererkennung.
Wofür der Modus nützlich ist
Er eignet sich auf gemeinsam genutzten Geräten, für eine kurzfristig getrennte Anmeldung oder um eine Seite ohne vorhandene Sitzung zu testen. Auf fremden Computern sollte man sich trotzdem abmelden und keine sensiblen Aufgaben erledigen, wenn dem Gerät nicht vertraut wird.
Der Name verspricht mehr als die Funktion
„Privat“ beschreibt, was der Browser lokal aufbewahrt – nicht, wer im gesamten Datenweg zusieht. Der Modus zieht den Vorhang am eigenen Fenster zu; er schaltet nicht die Straßenbeleuchtung draußen aus.